Das Wort Liebe geht auf den mittelhochdeutschen Begriff „liubi“ zurück, mit dem etwas Gutes, Angenehmes und Wertes bezeichnet wurde. Liubi bezeichnete jedoch kein eigenständiges Gefühl, sondern war der Minne als Adjektiv zugeordnet.
Das Wort Minne beschrieb die Zuwendung, die man Gott oder einem anderen Menschen entgegenbrachte. Minne zielte also nicht auf Liebe als eine geschlechtliche Vereinigung, sondern auf geistige Nähe.
Er verliebte sich schon per Mail
Gabriele (47) und Günter (51)
PARSHIP hatte das richtige Gespür
Kirsten (37) und Jens (40)
Es hat Spaß gemacht!
Marion
Ich habe tolle Leute kennen gelernt
Hans-Dieter
Mit der Zeit verdrängte liubi die Minne und wurde zur Liebe: Der Bezeichnung für das höchste Maß an Zuneigung, das ein Mensch für einen anderen Menschen empfinden kann. Liebe kann man für Eltern, Kinder, Freunde oder einen Partner empfinden. Der Begriff umfasst gleichzeitig auch die Liebe zu materiellen Dingen oder Tieren. Im übertragenen Sinne beschreibt das Wort auch ethische Zusammenhänge wie die Nächstenliebe. Die abendländische Interpretation von Liebe geht auf die Dreiteilung Platons zurück. Er unterschied Eros, die leidenschaftliche Liebe, Philia, die Freundesliebe und Agape, die selbstlose Liebe zu seinen Nächsten, was die Feinde mit einschließt.
Ungeachtet der Begriffslage ist die Liebe für die meisten Menschen das Höchste der Gefühle. Zwangsläufig kommt es dabei zu Missverständnissen. So herrscht der Irrglaube, Liebe erfordere eine Ähnlichkeit der Partner, um sie in einer Beziehung zu leben. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass für eine harmonische Partnerschaft zwar ein ähnliches Bildungsniveau, eine verwandte Attraktivität sowie weitgehend übereinstimmende Wertvorstellungen und Lebensziele wichtig sind, gleichzeitig gibt es aber auch Bereiche, die besser unterschiedlich ausgerichtet sein sollten, beispielsweise der Umgang mit Konflikten.
Ein Zusammenhang, den sich das PARSHIP Prinzip zunutze macht. Damit werden nur die Mitglieder einander vorgeschlagen, bei denen die Mischung aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden die besten Erfolgsaussichten für eine harmonische Beziehung aufweist. Bestes Beispiel ist das Thema Konflikte. Auch wenn viele sich die "wahre Liebe" als streitfreien Raum vorstellen: Konstruktiv geführte Auseinandersetzungen mit dem Partner zeigen, dass sich beide ernst nehmen. Für die Harmonie ist es sogar besonders wichtig, dass Partner mit Streitigkeiten umgehen können, Kompromisse finden und somit zu Lösungen gelangen.
Die Liebe auf den ersten Blick gibt es zwar nicht nur auf der Leinwand, doch wenn die Beziehung Zukunft haben soll, muss sie auch auf den zweiten Blick bestehen. Zur dauerhaften Liebe gehört mehr als Verliebtheit in das Äußere, den Geruch oder bestimmte Verhaltensweisen. Charakter und Lebenseinstellungen müssen zueinander passen. Dass der andere meine Gedanken errät, wenn die Liebe nur groß genug ist, gehört ebenfalls ins Fabelreich. Wer mit dem anderen nicht über die eigenen Wünsche, Gefühle und Zukunftspläne spricht, verspielt am Ende nicht nur die Beziehung, sondern auch die Liebe an sich.