PARSHIP > Erfolgsgeschichten > Eine ganz besondere Hochzeit - in Afrika

Erfolgsgeschichte

Jochen und Anke

Anke (55) aus Dannenberg und Jochen (60) aus Burgwedel lernten sich vor zwei Jahren bei PARSHIP kennen. Am 27.12.03 traten die beiden Pädagogen dann vor den Traualtar - in Südafrika. Jochen hat seine Liebes- und Hochzeitsgeschichte für uns aufgeschrieben:

"Angefangen hat alles mit einem Kontaktgesuch bei PARSHIP. Zwar gibt es viele Kontaktdienste im Internet, aber bei kostenlosen Diensten sind die negativen Überraschungen recht zahlreich. Wir - eine Geschiedene und ein Witwer - hofften auf seriöse Reaktionen. Es waren nicht so sehr die 67 Matching-Punkte, sondern die Beschreibungen unserer Persönlichkeitsprofile, die uns ansprachen. Wir könnten es ja miteinander versuchen, schrieben wir uns. Es kam uns nicht in den Sinn, dass daraus eine Traumhochzeit werden würde.

Am Anfang standen wie wohl üblich der Austausch vorsichtig herantastender Mails, Telefongespräche bis weit in die Nacht, Begegnungen im Grünen und zum Essen, gemeinsamer Urlaub. Daraus entstand allmählich der Wunsch, zusammen alt zu werden, füreinander da zu sein, vorher jedoch noch viel miteinander zu erleben. Knapp zwei Jahre nach unserem Kennenlernen wollten wir unsere enge Beziehung auch nach außen dokumentieren: durch Heirat. Man heiratet nicht mehr so leicht, wenn Braut und Bräutigam schon im reiferen Alter sind, hörten wir Bekannte und Freunde bedenkend anmerken. Aber das beeindruckte uns nicht.

An einem besonderen Ort sollte die Trauung stattfinden, ein Abenteuer die Hochzeit sein, ein Erlebnis, dem sich keiner von uns beiden mehr entziehen konnte. Eine Ballonfahrt wurde verworfen, ein Leuchtturm in Erwägung gezogen, ein Schloss im Wellness-Urlaub getestet. Im Internet wurde wochenendlang recherchiert. Auf die richtige Lösung kamen wir dann durch Freunde, die den Winter im eigenen Haus in Südafrika verbringen. Warum nicht im sonnigen Südafrika heiraten?

So standen wir nun in praller Sonne vor der Town Hall in Somerset, um im Rathaus die wundersamen Verwaltungswege zum Himmelreich der Heiratswilligen zu finden. So ganz einfach war der Weg dorthin nun doch nicht, obwohl wir alle Papiere beisammen hatten. Überraschend hatte die Town Hall ihre Amtsgeschäfte aufgegeben. Der Verweis an der Außentür endete bei der Autozulassungsstelle. Immerhin wurden wir an das Office für Home Affairs ein paar Straßen weiter verwiesen, wo wir nach intensivem Sicherheitscheck im Prinzip richtig waren. Nur befand sich das Standesamt des Distrikts irgendwo weit draußen in den Bergen. Eine Telefonnummer sollte uns weiterhelfen. Wir riefen von einer Autowerkstatt aus an und erfuhren, dass das Standesamt nebst Nebenstandesämtern im ganzen Distrikt bis zum 29. Januar ausgebucht war. Schade!

Unsere Rettung war die Sekretärin der Autowerkstatt, die uns einen Geistlichen mit Lizenz als Standesbeamter vermittelte. Am Telefon wollte dieser eigentlich nur wissen, wann und wo die Trauung stattfinden sollte. 'Auch außerhalb von Somerset?', fragten wir. 'Any place you like', war die Antwort. Der geeigneten Ort ließ nicht lange auf sich warten: Unsere Geschichte sprach sich unter den deutschen Residenten schnell herum, und wir erhielten ein Angebot vom Eigentümer einer ökologisch orientierten Fünf-Sterne-Anlage mitten im Busch, hoch über der Walkers Bay, wo jedes Jahr Wale ihre Jungen zur Welt bringen. Dort war ein Cottage für uns frei. So kam es also am 27.12.03 zur Traumhochzeit mit einem ungewöhnlichen Pfarrer, der übrigens 180 km für uns anreiste, einem Traumessen mit Hummer und Impala-Steak und zwischendurch Whale Watching. Unterschrieben wurde unter einem Sonnenschirm, denn nach südafrikanischem Recht bedarf es dazu eines Dachs über dem Kopf."

Jochen (60), Lehrer

Am 27. Dezember 2003 besiegelten Jochen und Anke ihre harmonische Beziehung mit dem Trauschein - das gesamte PARSHIP-Team gratuliert sehr herzlich!

Im Herbst 2011 besuchten uns Jochen und Anke - lesen Sie hier in den PARSHIP-Liebesgeschichten, wie es ihnen weiter ergangen ist.

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